Kosten Speditionspfandrechtsversteigerung

Überschaubare Kosten

Öffentlich bestellte vereidigte Versteigerer sind verpflichtet, die Bewertung und Verwertung unter Beachtung der Rechte aller Beteiligten zu angemessenen Kosten durchzuführen. Der Betrag orientiert sich nach der Art des Pfands und dem notwendigen Aufwand, der betrieben werden muss, um auch im Interesse des Schuldners einen adäquaten Verwertungserlös zu erzielen. Um die Versteigerung rechtssicher durchzuführen müssen wir belegen, dass nach § 1237 BGB öffentliche Bekanntmachung die in Frage kommenden Kaufinteressenten in ausreichendem Maße informiert wurden. Dies verursacht den größten Kostenanteil. Um einen Verschleuderungsvorwurf zu vermeiden muss dies dokumentiert werden. Für pro-forma Versteigerungen kann der Versteigerer nicht zur Verfügung stehen. Bei nicht ausreichender Publizierung ergäbe sich in Rechtsfolge dass nach § 1243 BGB dem Höchstbietenden kein wirksamer Zuschlag erteilt wurde und der Auftraggeber sich demzufolge schadensersatzpflichtig macht.

Als Entgelt für seine Aufwendungen und Tätigkeit erhält der Versteigerer vom Auftraggeber eine Aufwandspauschale und von den Käufern ein so genanntes Aufgeld auf den Zuschlagspreis. Je größer die Nachfrage nach dem Pfandgegenstand, desto geringer die Aufwandspauschale.

Wichtig zu wissen: Der Schuldner trägt die Kosten des Verfahrens. Nicht realisierbare Kosten können vom Gläubiger als Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden.

Der Versteigerer haftet für schuldhafte Pflichtverletzungen unbeschränkt und persönlich. Von dieser Schadensersatzpflicht kann der Auftraggeber den Versteigerer nicht befreien. Die Vergütung des Versteigerers ist demzufolge immer auch eine Haftungsvergütung.

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